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Header 17. ethnologische Filmtage

Eine Veranstaltung der Mediengruppe München, Mitglied im Verein Filmstadt München e.v., gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Wir wünschen Ihnen viel Freude!

Liebe Filmfreunde

herzlich willkommen bei den 16. Tagen des Ethnologischen Films. Wir haben einen neuen aber auch alten Spielort: Das KIM-Kino im Einstein, wo die ersten Tage des Ethnologischen Films stattfanden. Jetzt aber in neuen, schönen und grösseren Räumen und auch neuer Technik.

Es wird wieder eine Reise durch die Kulturen der Kontinente außerhalb Europas sein. Die Mediengruppe München will mit dieser Reihe zum Verstehen der Kulturen untereinander beitragen.

Die Filmreihe wird mit dem Road Movie „Karuna Grand Show“ eröffnet, der eine Tournee einer tibetischen Theatergruppe durch Nordindien beschreibt. Der Zuschauer erfährt sehr viel über tibetische Kultur. „Nomaden des Himmels“ zeigt die Lebensweise und Traditionen der Nomaden Kirgisiens. „Mahana – Eine Maori Saga“ ist die Auseinandersetzung zwischen Alten und Neuen. Ein Überlebender der Cohiuano und ein deutscher Anthropologe unternehmen in „Der Schamane und die Schlange“ im Regenwald des Amazonas einen Trip zu den Wurzeln indigener Kultur.

Musik ist ein bedeutender Teil der Kulturen „Mali Blues“ führt zu den afrikanischen Wurzeln des Jazz. „Sumé -The Sound of a Revolution“ ist das Portrait der besten grönländischen Rock-Band. Wie Techno im Iran möglich ist, zeigt „Raving Iran„. Der Münchner Filmemacher Werner Penzel zeigt seinen Klassiker „Vagabundenkarawane“ und seinen neuesten Film „Zen for Nothing“. Die Filmemacher werden, soweit es möglich ist, anwesend sein.

Wir danken dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München für die nanzielle Unterstützung. Unser Dank gilt auch der Filmstadt München e.V., den Filmschaffenden, Produzenten und Verleihern.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und anregende Gespräche.

Peter M. Neugart
Leiter der 16. Tage des Ethnologischen Films – MEDIENGRUPPE MÜCHEN –

Programmübersicht 17. Tage des Ethnologischen Films

täglich 19 Uhr

Di. 24.10.

München Premiere MY BUDDHA IS PUNK

Mi. 25.10.

SEHNSUCHT NACH MYANMAR

Do. 26.10.

MYANMARKET

Fr. 27.10.

ANGRY MONK – EINE REISE DURCH TIBET

Sa. 28.10.

I AM NOT YOUR NEGRO

 

So. 29.10.

In memoriam UNTITLED

Mo. 30.10.

ZYKLOP

Di. 31.10.

Peter Heller MARKT DER MASKEN

Mi. 01.11.

Peter Heller COOL MAMA

Do. 02.11.

Peter Heller LIFE SAARABA ILLEGAL & BARÇA OU BASSA

Di.24.10. 17 u. 19 Uhr – München Premiere – MY BUDDHA IS PUNK

Deutschland 2016, R.: Andreas Hartmann, 68 Min., OmU
Dokumentar lm, Zu Gast: Andreas Hartmann

Für den 25-jährigen, in Myanmar lebenden Punkrocker und Aktivisten Kyaw Kyaw ist die Sym- biose zwischen Buddhismus und Punk eine treibende Kraft in seinem Leben. Gemeinsam mit seinen Freunden reist er quer durchs Land um sich mit Musik und Demonstrationen gegen den immer noch statt ndenden Bürgerkrieg, gegen die Verfolgung der ethnischen Minderheiten und gegen jegliche religiösen und politischen Dogmen aufzulehnen. Andreas Hartmann verfolgt in MY BUDDHA IS PUNK Kyaw Kyaws einsamen Kampf gegen die mächtigen, radikalen Mönche, die in der jungen und fragilen Demokratie Furcht verbreiten und Gesetze erzwingen, die zweifelhaften und extremistischen Positionen Raum geben.

Mi.25.10 19 Uhr – Myanmar SEHNSUCHT NACH MYANMAR

Deutschland 2016, R.: Seng Mai Kinraw, 60 Min., OmU
Dokumentarfilm

Manchmal muss man die Heimat verlassen, um die Sehnsucht danach zu spüren.
Die in Myanmar geborene und aufgewachsene Regisseurin Seng Mai Kinraw hat ihre Heimat für ein Filmstudium im Ausland verlassen – nun kehrt sie zurück, um ihre Familie zu besuchen. Für Seng Mai ist der Besuch aber mehr als nur die Auffrischung von Kindheitserinnerungen,
es ist eine Suche nach ihren Wurzeln und ein Bekenntnis zu ihrer Sehnsucht nach Heimat und Geborgenheit. SEHNSUCHT NACH MYANMAR ist ein leiser und gefühlvoller Dokumentar lm über eine Reise in ein Land, das immer noch gezeichnet ist von der jahrelangen Militärdikta- tur – und zugleich ein sehr persönliches Porträt des modernen Myanmar.

Do. 26.10. 19 Uhr – Myanmar – MYANMARKET

Deutschland 2016, R.: Eva Knopf, 90 Min., 75 Min., DF Dokumentar lmlm

Myanmar gilt als einer der momentan aufregendsten und vielversprechendsten neue Märkte der Welt. Weltweit hegen Investoren und multinationale Konzerne Hoffnungen auf gute Geschäfte, denn hier warten 53 Millionen potentielle neue Kunden. Doch wie sieht es in dem Land nach fast 50-jähriger Isolation heute wirklich aus? In ihrem Dokumentar lm MYAN- MARKET geht Regisseurin Eva Knopf dieser Frage nach und taucht ein in das Leben Myanmars, dem früheren Burma. Anhand intimer Portraits der Bewohner erzählt sie Geschichten von der Feinmechanik einer Begegnung – den ersten Berührungen zwischen den Burmesen und ‚dem Weltmarkt‘.

Fr.27.10. 19 Uhr ANGRY MONK – EINE REISE DURCH TIBET

Schweiz 2005, R.: Luc Schaedler, 97 Min., OmU
Dokumentar lm lm

Regisseur Luc Schaedler begibt sich auf eine Spurensuche nach den Stationen im Lebensweg des legendären buddhistischen Mönchs Gendun Choephel. 1903 in Tibet als Inkarnation eines Lama geboren, begehrt Choephel als junger Mann gegen die Regeln des Mönchslebens auf: Er ist wissbegierig und stellt Konventionen in Frage. Mit seiner freigeistigen Haltung erregt er die Gemüter der tibetischen Obrigkeit und avanciert im Lauf der Jahrzehnte doch zu einem Symbol und Hoffnungsträger für ein freies Tibet. ANGRY MONK – EINE REISE DURCH TIBET nimmt die Lebensgeschichte eines unorthodoxen Mönchs zum Anlass, um ein Bild von Tibet zu zeichnen, dass den im Westen gängigen Klischees gänzlich zuwiderläuft.

Sa.28.10 19 Uhr I AM NOT YOUR NEGRO

USA/Frankreich/Belgien/Schweiz 2016, R.: Raoul Peck, 93 Min., OmU, Dokumentar lm

1979 begann der bedeutende afroamerikanische Autor James Baldwin den Text „Remember This House“, in dem er sich mit der Geschichte des Rassismus in Amerika ausein- andersetzte, dabei über seine eigenen schmerzhaften Lebenserfahrungen als Schwarzer re ektierte und über persönliche Erinnerungen an seine Freunde, die drei ermordeten Bürger- rechtler Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King schrieb. 30 Jahre nach Baldwins Tod inszeniert Raoul Peck in I AM NOT YOUR NEGRO die 30 bislang unveröffentlichten Manuskript- seiten zu einer fulminanten Collage aus Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips. Entstanden ist ein vielfach ausgezeichnetes und verstörendes Essay über die bis heute vom Mainstream weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit der Afro-Amerikaner.

So.29.10 19 Uhr – In memoriam UNTITLED

Österreich/Deutschland 2017, R.: Michael Glawogger, Monika Willi, 107 Min., DF Dokumentar lm

„Dieser Film soll ein Bild der Welt entstehen lassen, wie es nur gemacht werden kann, wenn man keinem Thema nachgeht, keine Wertung sucht und kein Ziel verfolgt. Wenn man sich von nichts treiben lässt außer der eigenen Neugier und Intuition.“ (Michael Glawogger) Am 3. Dezember 2013 brach Michael Glawogger zu einer Weltreise auf, um einen Film zu dre- hen, der Land und Leute so zeigen sollte, wie sie ihm entgegentreten würden. Im April 2014 starb Michael Glawogger auf dieser Reise in Liberia an Malaria. 2017 realisierte Monika Willi einen Film aus dem Material, das während der Reise Glawoggers durch den Balkan, Italien, Nordwest- und Westafrika entstanden ist. Ein grandioses synästhetisches Filmessay über die Macht und Poesie des Zufalls.

Mo.30.10. 19 Uhr ZYKLOP

Deutschland 2016, R.: Aysun Bademsoy, 73 Min., DF Dokumentar lm

Der berühmte türkische Epos ‚Dede Korkut‘ erzählt die Legende von der Vergewaltigung und Schändung einer Nymphe durch einen Oghusen. Als die Nymphe schwanger wird und ein Kind zur Welt bringt, steinigt es ein Hirte so lange, bis es zu einem Monster, einem Zyklopen wird. In ihrem Dokumentar lm ZYKLOP begleitet Regisseurin Aysun Bademsoy den deutsch-türki- schen Musiker Marc Sinan auf eine Reise nach Kasachstan, wo er dem Epos nachspürt, Musike- rinnen und Musiker besucht und deren Lieder und Gesänge aufzeichnet. Am Ende wird diese Reise zu einer sehr persönlichen Begegnung Sinans mit seiner armenischen Vergangenheit und zugleich zu einem aufwühlenden Musiktheater über Schuld und Strafe.

Di.31.10. 19 Uhr – Peter Heller – MARKT DER MASKEN

Deutschland 2015, R. Peter Heller, 52 Min.
Dokumentar lm, Zu Gast: Peter Heller

Innerhalb der letzten 200 Jahre wurde Afrika unzähliger bedeutender Kulturschätze beraubt, die man heute in Museen, privaten Sammlungen und Galerien ndet. Der Markt für traditi- onelle afrikanische Kunst boomt, einzelne Werke erzielten bei Auktionen zuletzt Millionen- werte. Seit jeher fasziniert die Sammler an Masken und Kultgegenständen aus Afrika das ungewöhnlich Andersartige, neu ist jedoch, dass die alte Kunst Afrikas nun als reines Spekula- tionsobjekt dient. In MARKT DER MASKEN folgt Peter Heller der Spur der Kunsträuber, die von den ärmsten Schnitzern in Westafrika bis auf die schicke Galeristenmesse in Brüssel und nach Paris führt, wo die Preise für den Kunstmarkt ausgehandelt werden.

Mi.01.11. 19 Uhr – Peter Heller –
COOL MAMA

Deutschland 2016, R. Peter Heller, 79 Min. OmU Dokumentar lm, Zu Gast: Peter Heller

COOL MAMA ist eine beeindruckende und entwaffnend ehrliche Langzeitdokumentation über die ungewöhnliche Patchwork-Familie der Münchner Modeschöpferin Ann Dörr und ihres aus Nigeria stammenden Mannes Akin, der in die Beziehung fünf Kinder und eine (Erst-) Frau mit nach Deutschland brachte. 15 Jahre lang beobachtete Regisseur Peter Heller die beiden Grün- der und langjährigen Betreiber des legendären Afrika & House in Schwabing, verdichtet deren bewegte und bewegende Beziehungsgeschichte und beschreibt ihren von Liebe, Vertrauen und Experimentierfreude geprägten multikulturellen Lebensentwurf.

Do.02.11. 19 Uhr – Peter Heller LIFE SAARABA ILLEGAL

Deutschland 2016, R.: Peter Heller, Saliou Waa Guendoum Sarr und Bernhard Rübe,
90 Min., OmU
Dokumentar lm, Zu Gast: Peter Heller

Europa heißt in Westafrika ‚Saaraba‘, das ‚verheißene Land‘. Die Bürgerkriege und der Hunger in vielen Gegenden Afrikas haben zahlreiche Menschen dazu bewogen, ihre Heimat zu verlas- sen, nach Europa zu üchten, um dort ein besseres Leben zu suchen. Über einen Zeitraum von 10 Jahren begleiteten die Filmemacher Peter Heller, Saliou Sarr und Bernhard Rübe die Brüder Aladji und Souley, die von einer kleinen Fischerinsel vor der Westküste Afrikas stam- men. Aladji hat es als Boots üchtling bis nach Spanien geschafft, lebt dort aber bis heute als Illegaler. Sein jüngerer Bruder Soley hat nie aufgehört, von einem besseren Leben zu träumen und macht sich nun ebenfalls auf den gefährlichen Weg nach Europa und zu seinem Bruder.

anschließend – Peter Heller BARCA OU BASSA

 

Deutschland 2016, R.: Peter Heller, 35 Min., OmU
Kurzdokumentar lm

 

Der Kurzdokumentar lm erläutert die Hintergründe der Abwanderung der Bewohner einer kleinen ‚paradiesischen Insel‘ vor der Küste Westafrikas – am Beispiel der Familie der beiden Brüder Aladji und Souley, die bereits in LIFE SAARABA ILLEGAL porträtiert wurden. Neben Interviews mit ExpertInnen und AktivistInnen liefert BARÇA OU BASSA kluge Analysen der ökologischen Umstände, wirtschaftlichen Bedingungen und geopolitischen Zusammenhänge von Fluchtursachen – vor dem aktuellen Hintergrund der Abschottung Europas.

Spielort:

KIM – Kino im Einstein, Einsteinstraße 42, 81675 München

Erklärungen:

OmU: Original mit deutschen Untertiteln DF: Deutsche Fassung

Öffentliche Verkehrsmittel:

Haltestelle Max-Weber-Platz U-Bahn: U4 / U5

Tram-Linien: 15, 16, 19, 25 Bus-Linien: 148, 190, 191

KIM – Kino

Eintritt:

regulär: 6,00 Euro / ermäßigt: 5,00 Euro

Kartenvorverkauf:

Zu den Öffnungszeiten von Kino/Kasse
Täglich ab 30 Minuten vor der ersten Vorstellung

Telefonische Reservierung:

Telefon: 089 – 98 37 78, täglich ab 10 Uhr Abendkasse ab 18.30 Uhr:

Telefon 089 – 470 777 66

Online-Reservierung:

Peter.Neugart@web.de

Informationen zum Programm:

Telefon: 089 – 98 37 78, täglich ab 10 Uhr

E-Mail: Peter.Neugart@web.de

www.ethnologische-filmtage.de

Redaktion:

Mediengruppe München
Peter M. Neugart, Monika Reile Postfach 860601;

81633 München Telefon: 089 – 98 37 78