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Eine Veranstaltung der Mediengruppe München, Mitglied im Verein Filmstadt München e.v., gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Wir wünschen Ihnen viel Freude!

Liebe Filmfreunde

herzlich willkommen bei den 16. Tagen des Ethnologischen Films. Wir haben einen neuen aber auch alten Spielort: Das KIM-Kino im Einstein, wo die ersten Tage des Ethnologischen Films stattfanden. Jetzt aber in neuen, schönen und grösseren Räumen und auch neuer Technik.

Es wird wieder eine Reise durch die Kulturen der Kontinente außerhalb Europas sein. Die Mediengruppe München will mit dieser Reihe zum Verstehen der Kulturen untereinander beitragen.

Die Filmreihe wird mit dem Road Movie „Karuna Grand Show“ eröffnet, der eine Tournee einer tibetischen Theatergruppe durch Nordindien beschreibt. Der Zuschauer erfährt sehr viel über tibetische Kultur. „Nomaden des Himmels“ zeigt die Lebensweise und Traditionen der Nomaden Kirgisiens. „Mahana – Eine Maori Saga“ ist die Auseinandersetzung zwischen Alten und Neuen. Ein Überlebender der Cohiuano und ein deutscher Anthropologe unternehmen in „Der Schamane und die Schlange“ im Regenwald des Amazonas einen Trip zu den Wurzeln indigener Kultur.

Musik ist ein bedeutender Teil der Kulturen „Mali Blues“ führt zu den afrikanischen Wurzeln des Jazz. „Sumé -The Sound of a Revolution“ ist das Portrait der besten grönländischen Rock-Band. Wie Techno im Iran möglich ist, zeigt „Raving Iran„. Der Münchner Filmemacher Werner Penzel zeigt seinen Klassiker „Vagabundenkarawane“ und seinen neuesten Film „Zen for Nothing“. Die Filmemacher werden, soweit es möglich ist, anwesend sein.

Wir danken dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München für die nanzielle Unterstützung. Unser Dank gilt auch der Filmstadt München e.V., den Filmschaffenden, Produzenten und Verleihern.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und anregende Gespräche.

Peter M. Neugart
Leiter der 16. Tage des Ethnologischen Films – MEDIENGRUPPE MÜCHEN –

Programmübersicht 16. Tage des Ethnologischen Films

täglich 19 Uhr

Fr. 28.10

Karuna Grand Show

Sa. 29.10

Nomaden des Himmels

So. 30.10

Mali Blues

Mo. 31.10

Beats, Rhymes & Life: The Travels of a Tribe Called Quest

Di. 01.11

Sumé – The Sound of a Revolution

Mi. 02.11

Zen for Nothing

Do. 03.11

Raving Iran

Fr. 04.11

Vagabundenkarawane

Sa. 05.11

Mahana – Eine Maori-Saga

So. 06.11

Der Schamane und die Schlange

Fr. 28.10. 17 u. 19 Uhr – München Premiere – Karuna Grand Show

 

Deutschland 2016, R.: Sebastian Hirt, Wolfram Seipp, 77 Min., OmU Dokumentarfilm

 

Khube Rinpoche, ein ehemaliger hochrangiger buddhistischer Mönch des tibetischen Sera-Klosters, ist Gründer des tibetischen Behindertenheims „Karuna Home“
in Südindien – einer vorbildlichen Einrichtung für tibetische Jugendliche mit geistiger und körperlicher Behinderung. Zum zehnjährigen Bestehen des Heims hat sich Khube Rinpoche mit seinen Schützlingen Großes vorgenommen: Eine fulminante Show-Tournee durch die Tibeter-Siedlungen in ganz Indien. Es ist die Reise ihres Lebens:

Eine 13-köp ge Gruppe Jugendlicher tourt gemeinsam mit neun tibetischen Popstars über 3.000 Kilometer per Bus, Zug und Flugzeug durch ganz Indien, von Süd nach Nord, um in Tibeter-Siedlungen eine einzigartige Show zu präsentieren, die Karuna Grand Show, die nicht zuletzt den Traum vieler Tibeter auf eine Rückkehr in ihre Heimat wachrüttelt. (Fünf Seen Filmfestival 2016)

Sa. 29.10. 19 Uhr Nomaden des Himmels

 

Kirgistan 2015, R.: Mirlan Abdykalykov, 81 Min., OmU
Darsteller: Taalaikan Abazova, Tabyldy Aktanov, Jibek Baktybekova

 

Eine Nomadenfamilie lebt zurückgezogen mit ihren Pferden in der berauschenden,
von Bergschluchten geprägten Landschaft Kirgistans: ein Hirte und seine Frau, ihre Schwiegertochter Shaiyr und ihre Enkelin Umsunai. Shaiyrs Ehemann ist vor vielen Jahren in einem Fluss ertrunken, doch Shaiyr hat sich entschieden, bei der Familie ihres Mannes zu bleiben, da sie das wunderschöne Land sehr liebt. Als eines Tages der Meteorologe Ermek auftaucht und sich in Shaiyr verliebt, ahnt das alte Hirtenpaar, dass ihre Schwiegertochter mit dem Gedanken spielt, ein neues Leben in der Stadt zu beginnen.
Eine lmische Zeitreise in das so leicht verwundbare Herz einer Familie und in eine Welt zwischen gelebten Traditionen und dem Anbruch einer neuen Zeit, erzählt in Bildern von großer sinnlicher Schönheit.

So. 30.10. 19 Uhr Mali Blues

 

Deutschland 2016, R.: Lutz Gregor, 90 Min., OmU Dokumentar lm

 

Mali, im Herzen von Westafrika gelegen, wird oft als Wiege des Blues und Jazz bezeichnet. Es heißt, Sklaven von dort hätten auf die Baumwollfelder Nordamerikas ihre heimischen Rhythmen und Klänge mitgebracht. In Mali ist die Musik bis heute Teil der kulturellen Identität des Landes und Musiker genießen eine hohe Stellung in der Gesellschaft.
Doch Malis Musik ist in Gefahr: Radikale Islamisten führen im Norden des Landes die Scharia ein, verbieten Tanz und weltliche Musik, zerstören Instrumente und bedrohen die Musiker. Viele von ihnen fürchten um ihr Leben und iehen aus der Region um Timbuktu und Kidal. MALI BLUES folgt Fatoumata Diaware, dem internationalen Shooting-Star der Global Pop Szene, auf eine Reise zu den Wurzeln der reichen Musikkultur des Landes.

Mo. 31.10. 19 Uhr Beats, Rhymes & Life:
The Travels of a Tribe Called Quest

 

USA 2011, R.: Michael Rapaport, 98 Min., OmU Dokumentar lm

 

A Tribe Called Quest waren eine der kommerziell erfolgreichsten und künstlerisch anerkanntesten Bands ihrer Generation. Sie galten als Pioniere des Hip-Hop und veröffentlichten in nur acht Jahren fünf Gold- und Platinalben. Ihre plötzliche Trennung schockte ihre Fans, die nicht genug vom innovativen Stil der Band bekommen konnten.

2008, zehn Jahre nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums, raufte sich die Band wieder zusammen, ging auf Tour und feierte quer durch die USA große Erfolge.
„Beats, Rhymes & Life ist nicht nur ein Jubelgesang auf eine Gruppe von Jahrhundert- künstlern geworden, sondern auch eine melancholische Ballade über die Unmöglichkeit von Freundschaft in der Kunst. Am Ende bleibt große Musik. Und das ist alles, was zählt.“ (spiegel.de)

Di. 01.11. 19 Uhr Sumé – The Sound of a Revolution

 

Grönland/Dänemark/Norwegen 2014, R.: Inuk Silis Høegh, 73 Min., OmU Dokumentar lm

 

„Der Film ist ein Hammer!“ (Knut Elstermann – Radio Eins)

Eine erfolgreiche Rockband aus Grönland? Es gab sie tatsächlich! Im Jahre 1973 veröffentlichte die grönländische Band Sumé ihr Debüt-Album und eroberte in Rekordzeit die Haushalte der Insel hoch oben im eisigen Norden – als erste Rockband, die auf Grönländisch sang und deren politische Songs die Missstände in ihrem Land anprangerten. SUMÉ – THE SOUND OF

A REVOLUTION blickt zurück auf die Geschichte der legendären Band und porträtiert dabei auch die grönländische Kultur der 1970er Jahre, die geprägt war von Jugendprotesten gegen die dänische Verwaltung und für die Autonomie.

Mi. 02.11. 19 Uhr Zen for Nothing

 

Deutschland/Schweiz 2016, R.: Werner Penzel, 100 Min., OmU Dokumentar lm

 

Versteckt in den bewaldeten Bergen an der Westküste Japans liegt das kleine Zen-Kloster Antaiji, Anziehungspunkt für Pilger aus aller Welt. Auch die Schweizer Schauspielerin Sabine Timoteo lässt ihren Alltag hinter sich, um von Herbst bis Frühjahr in das Abenteuer des klösterlichen Lebens einzutauchen und die Philosophie des japanischen Zen-Meisters Kodo Sawaki kennenzulernen. Muho Nölke, der ursprünglich aus Berlin stammende Abt des Klosters jedoch warnt die Heilsgläubigen und Glückssucher: „Zen bringt überhaupt nichts“.

ZEN FOR NOTHING ist „eine humorvolle, überraschende und auch schmerzhafte Begegnung mit unserer Sehnsucht nach Erlösung.“ (DOK.fest München 2016)

Do. 03.11. 19 Uhr Raving Iran

 

Schweiz 2016, R.: Susanne Regina Meures, 84 Min., OmU Dokumentar lm

 

Anoosh und Arash sind die Helden von Teherans Underground Techno-Szene. Müde und genervt von dem ewigen Versteckspiel mit der Polizei organisieren sie unter gefährlichen Umständen einen letzten spektakulären Techno-Rave in der Wüste. Zurück in Teheran versuchen sie, ihr illegal gebranntes Album zu verkaufen. Als Anoosh verhaftet wird, scheint es keine Hoffnung mehr zu geben. Doch dann kommt ein Anruf vom Lethargy Festival in Zürich, einer der größten Techno-Partys der Welt – und die beiden erhalten tatsächlich ein Ausreisevisum in die Schweiz. Regisseurin Susanne Regina Meures: „Mich haben die Freiräume interessiert, die sich die jungen Leute unter dem strengen Auge der islamischen Regierung schaffen. Ich wollte wissen, wie sie diese Räume organisieren, wie sie diese gestalten und mit ihnen das System unterhöhlen.“

Fr. 04.11 19 Uhr Vagabundenkarawane

 

BRD 1978, R.: Werner Penzel, 97 Min. DF
Dokumentarfilm

Im Herbst 1978 startete die Gruppe EMBRYO, die damals zu den innovativsten deutschen Rock-Bands zählte, mit einer kompletten Musikanlage im Gepäck von München aus auf eine achtmonatige musikalische und persönliche Entdeckungsfahrt nach Kalkutta. Mit dabei waren ein Clown, ein Maler, ein Feuerschlucker und einige Freunde. Auf der langen und beschwerlichen Fahrt nach Indien gab die Gruppe mehrere Konzerte, arrangierte spontane Jam-Sessions mit einheimischen Musikern und suchte, wo es nur ging, die musikalische Begegnung mit fremden Kulturen. Filmemacher Werner Penzel begleitete die Gruppe auf ihrer Abenteuerreise und dokumentierte in ausdrucksstarken Bildern den kulturellen Austausch, aber auch die Strapazen der Reise sowie die gesellschaftliche und politische Realität der jeweiligen Länder.

Sa. 05.11. 19 Uhr Mahana – Eine Maori-Saga

 

Neuseeland/Australien 2015, R.: Lee Tamahori, 103 Min., OmU Darsteller: Temuera Morrison, Akuhata Keefe, Nancy Brunning

 

In den 1960er Jahren ist das Leben der Schafscherer an der Ostküste Neuseelands noch tief in alten Maori-Traditionen verwurzelt. Unter dem strengen Blick des Familienältesten Tamihana Mahana leben drei Generationen unter einem Dach. Der 14jährige Simeon beugt sich nur widerwillig der Autorität seines Großvaters – und als er sich in die Tochter der Familie Poata verliebt, mit denen seine Familie schon ewig im Clinch liegt, verhärten sich die Fronten zwischen Großvater und Enkel dramatisch.

Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Film DIE LETZTE KRIEGERIN, mit dem Regisseur Lee Tamahori seinen internationalen Durchbruch feierte, kehrte er mit MAHANA zu seinen Wurzeln zurück und inszenierte eine epische Familiensaga in der atemberaubenden Landschaft Neuseelands.

So. 06.11. 19 Uhr Der Schamane und die Schlange

 

Kolumbien/Venezuela/Argentinien 2015, R.: Ciro Guerra, 124 Min., OmU Darsteller: Nilbio Torres, Antonio Bolívar, Jan Bijvoet

 

Der im Amazonas-Regenwald lebende Schamane Karamakate soll den deutschen Forscher Theodor Koch-Grünberg heilen – doch dafür muss er die seltene Yakruna-Pflanze finden. Viele Jahre später sucht der Botaniker Richard Evans Schultes ebenfalls nach der geheimnis- vollen Pflanze und bittet Karamakate, ihn zu begleiten – doch dieser hat mittlerweile den Zugang zur Geisterwelt verloren…

In magischen Schwarzweißbildern erzählt DER SCHAMANE UND DIE SCHLANGE von einer Reise ins Herz des Amazonas-Regenwaldes und zum letzten Überlebenden des Cohiuano-Stammes – eine Reise zu den Wurzeln der durch die Kolonialisierung fast ausgelöschten indigenen Kultur.

Spielort:

KIM – Kino im Einstein Einsteinstraße 42, 81675 München

Erklärungen:

OmU: Original mit deutschen Untertiteln DF: Deutsche Fassung

Öffentliche Verkehrsmittel:

Haltestelle Max-Weber-Platz U-Bahn: U4 / U5

Tram-Linien: 15, 16, 19, 25 Bus-Linien: 148, 190, 191

KIM – Kino

Eintritt:

regulär: 6,00 Euro / ermäßigt: 5,00 Euro

Kartenvorverkauf:

Zu den Öffnungszeiten von Kino/Kasse
Täglich ab 30 Minuten vor der ersten Vorstellung

Telefonische Reservierung:

Telefon: 089 – 98 37 78, täglich ab 10 Uhr Abendkasse ab 18.30 Uhr:

Telefon 089 – 470 777 66

Online-Reservierung:

Peter.Neugart@web.de

Informationen zum Programm:

Telefon: 089 – 98 37 78, täglich ab 10 Uhr

E-Mail: Peter.Neugart@web.de

www.ethnologische- lmtage.de

Redaktion:

Mediengruppe München
Peter M. Neugart, Monika Reile Postfach 860601;

81633 München Telefon: 089 – 98 37 78